Schweizer Gold und silber: der „Goldvreneli“ und Schweizer Silbermünzen

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Die Schweizer Eidgenossenschaft wurde Anfang Januar 1291 durch den Rütli Schwur gegründet. Im 19. Jahrhundert wurde der 1. August 1291 als Datum für die «Gründung» der Alten Eidgenossenschaft und damit der 1. August als Schweizer Nationalfeiertag festgelegt.
Die moderne Schweiz als Bundestaat besteht seit 1848 und die heutingen Schweizer Franken wurden 1850 eingeführt.

Das Goldvreneli ist die berühmteste Schweizer Goldmünze. Der Name der Münze bezieht sich auf den weiblichen Vornamen „Verena“. „Vreneli“ ist die verniedlichte Form des Namens. Der Künstler Fritz Ulisse Landry entwarf das Motiv der Frau und gab ihr den Namen. Das Motiv bezieht sich auf die Goldmünze „Helvetia“, welche das Goldvreneli abgelöst hat. Das Mädchenmotiv war anfangs sehr umstritten. Man kritisiere den Entwurf der Münze mit dem Argument, das abgebildete Mädchen sei zu jung, um ein ganzes Land zu repräsentieren. Das Motiv war bei Numismatikern aus der Schweiz eher verpönt. Die Bevölkerung der Schweiz fand die Münze hingegen sehr schön und die Münze wurde häufig verkauft, was den Goldvreneli Wert für Sammler erhöhte. Heute ist das Goldvreneli eine beliebte Sammlermünze und wird in der Schweiz oft verschenkt oder als Preis in einem Wettbewerb vergeben. Je nach dem, wie der Goldvreneli Kurs steht, ist so ein Preis an manchen Tagen wertvoller als an anderen Tagen.

Seit dem Jahr 1987 wird die 20 Franken Münze bereits geprägt. Das letzte Präge-Jahr dieser Ausführung war 1949. Der Goldvreneli Wert der Münzen aus dieser Zeit ist relativ hoch. Insgesamt wurden 58,6 Millionen 20-Franken-Goldmünzen hergestellt. Auch 10-Franken-Vreneli und 100-Franken-Vreneli wurden geprägt, allerdings in viel geringeren Stückzahlen. Der Goldvreneli Wert dieser seltenen Stücke ist sehr hoch. In den Jahren ab 1931 wurde die Schweizer Währung abgewertet. Grund hierfür war die Weltwirtschaftskrise. 1936 musste der Goldvreneli Wert um 30% abgewertet werden.

Die damalige Abwertung hat heute keinen Einfluss mehr auf die Goldvreneli Preise. Denn der Goldvreneli Preis hängt heute am Goldkurs. Mit dem Goldkurs steigt und fällt der Goldvreneli Kurs und damit auch der Goldvreneli Preis. Je höher die Rohstoffbörsen den Goldpreis ansetzen, desto höher liegt der Goldvreneli Preis. Doch Sammler zahlen manchmal noch mehr für kostbare Münzen, als der Rohstoffwert es vorgibt. Wie bei allen Goldmünzen Preisen ist der Preis häufig eine Verhandlungssache.

Münz Marken.

MarkePrägeortPrägezeitraum
AParisVorallem 1850-1851
ABStraßburg
BBernAb 1853
BABasel
BBStraßburg
EngelBrüssel
BBern1798-1803 Helvetische Republik
BABasel1798-1803 Helvetische Republik
SSolothurn1798-1803 Helvetische Republik

Schweiz Münzen – der Schweizer Franken.

Schweiz Münzen: Vor dem Jahr 1850 gab es in der Schweiz zahlreiche Münzsorten. Kantone, Gemeinden und Abteien prägten in umfangreichen Mengen Münzen in verschiedenen Währungen und Münzsystemen. Zudem war eine beträchtliche Summe an ausländischen Münzen in der Schweiz in Umlauf, die meist aus so genannten Söldnerdiensten stammten. Außerdem vergaben Privatbanken verschiedenste Banknoten. Um diesem Münzgewirr ein Ende zu setzen, wurde in einer Schweizer Verfassung die alleinige Münzprägung dem Bund übergeben. Daraufhin folgte 1850 das erste eidgenössische Münzgesetz. So entstanden die ersten Franken als einheitliche Währung in der Schweiz. Allerdings wurden sie aufgrund einer fehlenden Münzprägestätte in Paris und Straßburg angefertigt. Erst 1853 wurden die Franken versuchsweise in Bern geprägt. Doch noch immer waren rund 80 % der Franken aus ausländischen Prägungen in der Schweiz in Umlauf.
Die meisten Anfertigungen der Schweizer Franken kamen aus Frankreich und Italien. Um auch dieses Problem zu lösen gründeten die Schweiz, Belgien, Frankreich und Italien mit einem Vertrag die Lateinische Münzunion ab. Darin enthalten waren die Festlegung auf ein einheitliches Gewicht, Feingehalt, Form und Kurs der Gold- und Silbermünzen. Zudem wurden Münzen in der Münzunion zum Nominalwert festgelegt. Später trat Griechenland ebenfalls zur Münzunion, die bis 1926 offiziell galt. Ab diesem Zeitpunkt war im Land nur die Schweizer Prägung gültig.

Neben den bekannten Vreneli Goldmünzen, die 1949 außer Kurs gesetzt wurden, gab es auch die Silber Franken, insbesondere geläufig sind die 5 Franken. Jedoch wurde die Silberprägung 1967 eingestellt. Grund dafür war der über den Nominalwert ansteigende Silberpreis. Seit 1968 werden die Silberfranken aus einer Kupfer-Nickel-Legierung geprägt.

Neben den klassischen Franken, prägt die Swissmint Prägeanstalt, die nach einigen personellen und betrieblichen Umbauten, 1998 umbenannt wurde, auch Gedenkmünzen.

Schweizer Münzen und Wert bestimmen

Die Bestimmung (Welche Münze habe ich) ist Online relativ einfach. Mit 3 – auf die Münze geprägten – Informationen kann man fast jede Münze bestimmen.
Informationen:

Wert der Münze: Z.B. 1, 2 oder 5
Währung der Münze: Z.B. Franken oder wie auf die Münze geprägt: Fr.
Herstellungsjahr: Z.B. 1850 oder 1995

Franken Kurs / Wert nach Jahrgang

Gibt es in diesem Jahr mehrere Möglichkeiten (z.B. 1939 5 Franken Gedenkmünze und 5 Franken Kursmünze) kann man über Bilder und Informationen die entsprechende Münze wählen.

Der Kurs / Wert der Münzen hängt vorallem vom Jahrgang (Anzahl geprägter Münzen) und Erhaltung der Münzen ab. Das Teuerste Jahr is 1896 mit nur 200 geprägten Münzen. Aktueller Preis in einem Online Shop in Stempelglanz ist: 77982 Euro für die 5 Franken Münze aus 1896.

Historische Schweizerische, süddeutsche und Österreichische Münze.

Angster

Angster waren zuerst dünne, einseitig geprägte Schweizer Pfennigmünzen.
Angster wurden erstmals im 14. Jahrhundert (1362 Basel) geprägt und wurden in der Schweiz (Letzte geprägte Münze in Luzern) bis 1847 geprägt. Angster waren vorallem in der Deutschschweiz verbreitet.
1 Angster = 2 Pfennig = 4 Haller, andernorts 1 Angster = 2 Haller
6 Angster = 1 Luzerner Schilling, älter 4½ Angster = 1 Luzerner Schilling
15 Angster = 1 Groschen

atzen

Batzen wurden zwischen 1492 und 1850 in der Schweiz geprägt. Die ersten Batzen stammen aus Bern und waren mit dem Wappentier Berns den Bären geprägt.
Batzen waren anfangs auch in den süddeutschen Staaten weit verbreitet bis 1536 mit der Reichsmünzordnung der Batzen in den deutschen Staaten aufgrund der sehr unterschiedlichen Güte verboten wurde.

Alten Eidgenossenschaft
1 Batzen Bern = 4 Kreuzer
1 Batzen = 5 Kreuzer (Frühes 17. Jahrhundert)
5 Batzen = 1 Groschen (Grossi) (Diese Münzen waren dicker)
15 Batzen = 1 Gulden
60 Kreuzer = 1 Gulden

Helvetische Republik 1798–1803 1 Batzen = 10 Rappen
10 Batzen = 1 Franken

Einführung Schweizer Franken 1850
7 Batzen = 1 Schweizer Franken
Im Sprachgebrauch wurde zu dem 10 Rappenstück Batzen und 20 Rappenstück Zweibätzler gesagt.

Blaffert

Blaffert, auch Blafferd, oberdeutsch Plappart, Plappert oder Blaphart, von französisch blafard »bleich, hell«
Der Plappart war als Groschenmünze des Spätmittelalters insbesondere im oberdeutschen Raum verbreitet. Er hatte sich um 1420 aus dem leicht geringwertigeren Schilling entwickelt. Auf einen Gulden gingen 20, 24 oder 26 Plappert, auf einen Plappert 9, 10, 12, 13, 15 oder 17 Stäbler beziehungsweise 15, 16, 18, 19 oder 22 Haller.[1] Der süddeutsche Blaffert war zweiseitig geprägt.
Vermutlich wurde er zuerst in Konstanz geprägt, später auch in anderen schwäbischen Städten (beispielsweise in Ulm 1429) und in der Schweiz (ab 1384/88 in Bern, 1417 in Zürich, 1424 in St. Gallen, 1425 in Basel). In der Schweiz war er in dieser Zeit bis zur Einführung des Dickens 1482 die größte Silbermünze und wurde ab Anfang des 16. Jahrhunderts vom Batzen verdrängt. In der Schweiz scheint die Münze aber noch bis ins 18. Jahrhundert im Umlauf gewesen zu sein.
(Wikipedia)

Bluzger

Der Bluzger oder Blutzger war eine geringwertige schweizerische beziehungsweise Bündner Billonmünze, die ab 1503 bis Ende des 18. Jahrhunderts vom Bischof und der Stadt Chur, im 17. und 18. Jahrhundert von der Herrschaft Haldenstein und im frühen 18. Jahrhundert überdies kurze Zeit auch von der Freiherrschaft Reichenau und von Appenzell Innerrhoden emittiert wurde. Als Nachfolger der Drei Bünde gab auch der Kanton Graubünden von 1807 bis 1842 Bluzger im Wert von einem Sechstel Batzen aus.
Die Münze hatte das sogenannte Bluzgerkreuz im Gepräge und konnte deshalb leicht mit dem höherwertigen Kreuzer verwechselt werden.
(Wikipedia)

Dukaten

Dukaten sind Goldmünzen mit einem Gewicht von ca. 3,49 Gramm bei einem Feingehalt von 986/1000 Gold und wurden in ganz Europa bis Anfang des 20. Jahrhunderts verwendet.
Die ersten Dukaten wurden 1284 in Venedig geprägt und zeigten den heiligen Markus auf der Vorderseite und Jesus auf der Rückseite
Der Name Dukat stammt von der Umschrift auf den ersten Münzen: Sit tibi Christe datus quem tu regis iste ducatus („Dir, Christus, sei dieses Herzogtum, welches du regierst, gegeben“).
Venezianische Dukaten waren auch als Zechine oder Zeccine (ital. zecchino) bekannt. Der Name ist von ital. zecca („Prägestätte“, „Münzanstalt“) abgeleitet.
Dukaten wurden in Venedig bis zum Ende der Republik im Jahre 1797 fast unverädert gepägt.
Im Gebiet der heutigen Schweiz wurden Dukaten um 1500 vom Bischof von Lausanne, um 1520 von Uri, Schwyz und Nidwalden in ihrem Untertanengebiet Bellinzona und wenig später auch in Freiburg geprägt. Im 16. Jahrhundert waren es in erster Linie die wirtschaftlich bedeutenden Zentren Basel und Zürich, die Dukaten emittierten.

Haller / Heller

Der Haller war im Spätmittelalter die kleinste Münzeinheit im Gebiet der Schweizerischen Eidgenossenschaft und entsprach einem halben Pfennig. Erste süddeutsche Haller gelangten ab den 1320er-Jahren in die Nordschweiz und lösten dort die Herstellung kleiner, einseitiger Pfennige ab, die nun als Haller bezeichnet wurden.
Dieser Haller setzte sich unter anderem im Zürcher Stadtstaat und in der Fürstabtei St. Gallen ab 1370 als Grundeinheit durch. Als Name einer zunehmend entwerteten Münze existierte der Haller nominal bis zum Ende des 18. Jahrhunderts.
(Wikipedia)
8 Heller = 1 Kreuzer = 4 Pfennige

Kreuzer

Der Kreuzer geht auf eine Groschenmünze zurück, welche ab 1271 in Meran in Südtirol geprägt wurde. Wegen des Doppelkreuzes auf der Vorderseite der Münze erhielt sie bald den Namen Kreuzer. Sie breitete sich im 15. und 16. Jahrhundert im gesamten Süden des deutschen Sprachraumes aus.
In Deutschland war der Kreuzer bis zur Einführung der Mark 1871 in Gebrauch. In der Schweiz existierte er bis zur Einführung der Frankenwährung 1850. In einigen Kantonen versuchte man schon vorher, alle Kleinmünzen durch den Rappen (und dessen Vielfache) zu ersetzen, doch war die Bevölkerung derart an das alte Münzsystem gewöhnt, dass als Kompromiss Münzen zu 2½ Rappen, die einem Kreuzer entsprachen, geprägt wurden. In Österreich wurde das alte Münzsystem 1857 abgeschafft. Bis 1892 existierte der Kreuzer aber als Hundertstel des Guldens weiter und wurde Neukreuzer genannt.
Der Kreuzer wurde zunächst in einer Silber-Kupfer-Legierung geprägt, ab dem 17. Jahrhundert meist nur noch in Kupfer.
(Wikipedia)

1 Kreuzer = 8 Heller = 4 Pfennige
1 Kreuzer = 4 Batzen
1 Kreuzer = 2,5 Rappen
60 Kreuzer = 1 Gulden (Augsburger Münzordnung aus dem Jahre 1566 bei 9/10 Feinsilber)
72 Kreuzer = 1 Goldgulden
237 Kreuzer = 1 Kölner Mark

Schilling

Eine eigenständige Schillingprägung im Gebiet der heutigen Schweiz begann in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts in der Westschweiz (ab 1375 der Demi-Gros der Bischöfe von Lausanne). Ab dem frühen 15. Jahrhundert setzte sich die Schillingprägung auch in der Deutschschweiz in größerem Rahmen durch, so in Zürich, Bern und Basel.
Aus dem Schilling entwickelte sich um 1420 der Plappart, und der Schilling sank mit dem Aufkommen des Batzens am Ende des Jahrhunderts zunehmend zur geringwertigen Münze herab.
Als Kleinnominale spielte er aber noch bis ins frühe 19. Jahrhundert eine wichtige Rolle, so in der Innerschweiz, in Zürich und in Genf. Letzte Schillingprägungen fanden in der Schweiz 1813 in Glarus und 1833 in Genf statt.
In der französischsprachigen Westschweiz hielt sich die Bezeichnung sou für das 5-Rappen-Stück bzw. 4 sous für 20 Rappen und 100 sous für 5 Franken bis ins 20. Jahrhundert.
(Wikipedia)

Taler / Thaler

Der Taler, der 1493 vom schweizerischen Stadtstaat Bern übernommen worden war und schon bald in fast dem gesamten Gebiet der Alten Eidgenossenschaft unentbehrliche Handelsmünze wurde, gab ab 1795 dem von Bern, anschließend von der helvetischen Regierung und zuletzt zwischen 1812 und 1835 von den Kantonen Aargau, Appenzell Außerrhoden, Bern, Freiburg, Luzern, Solothurn, Tessin, Waadt und Zürich herausgegebenen 4-Franken-Stück (zu 40 Batzen) den Namen.
Inoffiziell wurden auch die nach 1850 herausgegebenen 5-Franken-Stücke des 1848 gegründeten schweizerischen Bundesstaates da und dort Taler genannt, etwa in Appenzell, im Berner Oberland oder im St. Galler Rheintal.
(Wikipedia)

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