Goldnachfrage und Goldangebot ändern sich häufig. Deshalb ist der Goldpreis sehr volatil. Das heißt, er schwankt auch innerhalb kurzer Zeiträume beträchtlich. Der Goldpreis wird in US-Dollar gehandelt, weil Gold oft als Gegenpart zum US-Dollar herangezogen wird. Der Goldpreis ist zum Dollarpreis umgekehrt proportional. Fällt also der Dollarkurs, steigt in der Regel der Goldkurs.

2021-11-25 00:00:00USDCADEUROSCHF
Goldpreis pro Gramm. 999 Gold/24 Karat57.5751.3153.54
Goldpreis pro unze. 999 Gold/24 Karat1790,651595,831665.094
Goldpreis pro kilo. 999 Gold/24 Karat575705131053540

Jedoch kann der Goldpreis von Marktteilnehmern mit großen Goldreserven, etwa Zentralbanken und Goldminengesellschaften, erheblich beeinflusst werden. Soll der Goldpreis sinken, so wird Gold verliehen (um Leerverkäufe zu provozieren) beziehungsweise verkauft, oder aber die Goldproduktion wird gesteigert. Soll der Goldpreis steigen, so kaufen die Zentralbanken Gold auf, oder die Goldproduktion der Minengesellschaften wird gedrosselt.

Allerdings haben hier die goldbesitzenden Zentralbanken auch nur eingeschränkte Möglichkeiten, da der gesamte Goldbesitz aller Zentralbanken Ende 2009 nur 16,2 Prozent (26.780 Tonnen) der weltweit vorhandenen Goldmenge umfasste. Die gesamte, jemals geförderte Goldmenge wurde 2009 auf etwa 165.000 Tonnen (5,321 Milliarden Unzen) geschätzt. Dies entspricht einem theoretischen Marktwert von zurzeit 7.270 Milliarden US-Dollar. Zugrundegelegt wurde ein Preis von 1.367 US-Dollar pro Feinunze (Goldpreis vom 14. Januar 2011). Zum Vergleich: Der Börsenwert aller Anleihen beträgt weltweit 91.000 Milliarden US-Dollar, der Wert aller Derivate 700.000 Milliarden US-Dollar. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt lag im Jahr 2009 nach Angaben des Internationalen Währungsfonds bei 58.000 Milliarden US-Dollar.

Der Anteil der internationalen Goldreserven an den gesamten Währungsreserven ist in den letzten drei Jahrzehnten durch Verkäufe und eine geringere Bedeutung für die Währungssicherung von 60 Prozent 1980 auf einen Tiefststand von 8,6 Prozent im März 2005 zurückgegangen. Im September 2010 lag der Anteil bei 10,1 Prozent.

Für den standardisierten Goldhandel an Rohstoffbörsen wurde „XAU“ als eigenes Währungskürzel nach ISO 4217 vergeben. Es bezeichnet den Preis einer Feinunze Gold. Im Gegensatz zur allgemeinen Annahme werden Edelmetalle wie etwa Gold oder Silber nicht an der London Metal Exchange (LME), sondern am London Bullion Market, an der New York Mercantile Exchange (NYMEX) oder der Tokyo Commodity Exchange (TOCOM) gehandelt.

Am Spotmarkt werden Preise für die sofortige physische Lieferung gehandelt, während an den Future- und Optionsmärkten Preise für Lieferungen in der Zukunft festgesetzt werden. Der Spotpreis als auch der Futurepreis entwickeln sich in der Regel parallel. Die wichtigsten Handelsplätze für Gold-Futures und Gold-Optionen sind New York und Tokio. Der physische Handel mit Goldbarren findet hauptsächlich in London, Zürich und Hongkong statt.

Der London Bullion Market ist das Zentrum des physischen Handels mit Goldbarren, der außerbörslicher Handel (englisch: Over-The-Counter, OTC) genannt wird. Zu den Kunden zählen hauptsächlich institutionelle Investoren. Zum Handel sind nur Barren von Affinerien und Münzprägeanstalten zugelassen, die bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllen. Das internationale Gütesiegel „good-delivery“ (deutsch: „in guter Auslieferung“) garantiert die aufgeprägten oder eingestanzten Merkmale wie Feinheit und Gewicht. Goldbarren mit Good-Delivery-Status werden weltweit akzeptiert und gehandelt.

Aktien von internationalen Goldproduzenten, die ihre Goldproduktion nicht an den Terminbörsen handeln oder verkaufen, sind im NYSE Arca Gold BUGS Index (HUI, früher AMEX Gold BUGS Index) gelistet. Der Index wird an der NYSE Amex (früher American Stock Exchange) berechnet. Gehedgte und gehedgte Gold- und Silberproduzenten umfasst der Philadelphia Gold and Silver Index (XAU). Der Indexhandel findet an der NASDAQ OMX PHLX, früher Philadelphia Stock Exchange (PHLX), statt.

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